Schilddrüsen-Operationen am Krankenhaus Bethel Berlin

Mit Vorsicht und Bedacht aus jahrzentelanger Erfahrung

Sie sitzt im vorderen Halsbereich und hat die Form eines Schmetterlings: die Schilddrüse. Das Organ erfüllt zahlreiche Aufgaben in unserem Körper. Schilddrüsenhormone beeinflussen Stoffwechsel, Kreislauf, Wachstum und Psyche. Krankheiten der Schilddrüse können sich deshalb vielfältig äußern. Die besondere Lage der Schilddrüse erfordert eine hohe Expertise und besonderes Fingerspitzengefühl bei sie betreffenden Operationen. Sicherheit steht bei uns in der endokrinen Chirurgie an oberster Stelle. So wird unter anderem Neuromonitoring zum Schutz des Stimmband-Nervs eingesetzt. Unser Ziel ist es immer, ein optimales chirurgisches und auch kosmetisch schönes Ergebnis zu erreichen.

Im Rahmen unserer Sprechstunde werden wir ausführlich auf Ihr individuelles Krankheitsbild und Ihre persönliche Befundkonstellation eingehen, um die optimale Versorgung zu planen.

Krankheitsbilder

Die vergrößerte Schilddrüse

Veränderungen der Schilddrüse können verschiedene Ursachen haben und sowohl die Struktur als auch die Funktion der Schilddrüse betreffen. Anfangs vergrößert sich die Schilddrüse gleichmäßig. Im Laufe der Zeit können aber auch knotige Veränderungen hinzukommen, die jedoch in den allermeisten Fällen nicht bösartig sind.

Vergrößert sich die Schilddrüse in einem starken Maß, kann diese Struma Schluckbeschwerden auslösen; sogar Atemprobleme treten gelegentlich auf, wenn das übermäßige Gewebe auf Speiseröhre oder Luftröhre drückt. Manche Patienten berichten auch von dem Gefühl, einen Fremdkörper im Hals zu verspüren, oder leiden gar unter Heiserkeit. Zudem empfinden die Betroffenen den Kropf oftmals als entstellend. Falls die Vergrößerung der Schilddrüse nicht ausreichend rückgängig zu machen ist – beispielsweise durch Medikamente oder eine Radiojod-Therapie, können wir die Schilddrüse operativ entfernen.

Allerdings müssen die Patienten dann die Hormone, die von der Schilddrüse produziert werden, ihr Leben lang medikamentös zuführen.

“Heiße” oder “kalte” Knoten - Nuklearmedizin gibt Aufschluss

In vielen Fällen geht mit der vergrößerten Schilddrüse im Laufe der Jahre auch eine Knotenbildung einher. Doch treten Knoten in der Schilddrüse auch auf, ohne dass eine Vergrößerung stattgefunden hat. Die Mediziner unterscheiden zwischen so genannten heißen und kalten Knoten. Während in den heißen Knoten sogar verstärkt Schilddrüsenhormone produziert werden, beteiligen sich die kalten Knoten nicht mehr am Schilddrüsen-Stoffwechsel.

Die Bezeichnungen „heiß“ und „kalt“ haben jedoch nicht mit Temperatur-Unterschieden zu tun, sondern beschreiben, wie sich die Knoten bei der fast immer eingesetzten bildgebenden Untersuchungsmethode, der Szintigraphie, zeigen: Bei dieser nuklearmedizinischen Untersuchung nehmen die Patienten eine schwach radioaktive Substanz zu sich, wodurch aktive Gewebe als rote Areale, also heiße Knoten, und inaktive Gewebe als blaue oder kalte und dunkle Areale erkennbar sind.

Unsere Diagnostikpartner

Praxen für diagnostische und therapeutische Nuklearmedizin

Nuklearmedizin

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Knoten in der Schilddrüse untersuchen wir zunächst durch Abtasten und per Ultraschall. Zudem analysieren wir eine Reihe von Laborwerten. Aufgrund der in der Regel ebenfalls durchgeführten Szintigraphie können wir Art, Größe und Lage der Knoten gut erkennen.

Bei heißen Knoten hilft oftmals eine Therapie mit Jod, Schilddrüsenblockern und Radiojodtherapie. Bei der Radiojodtherapie nehmen die Patienten Kapseln mit individuell berechneten Mengen radioaktiven Jods zu sich, das bestimmte Schilddrüsenzellen zerstört.

Bei kalten Knoten können wir, falls es sich nur um einen einzelnen isolierten, aber nicht mehr zu kleinen Knoten handelt, mittels einer Biopsie-Nadel Zellen daraus entnehmen und pathologisch untersuchen lassen.

Bei mehreren Knoten raten wir in den meisten Fällen – gemäß den aktuellen medizinischen Leitlinien – den Schilddrüsen-Lappen, in dem die Knoten sitzen, operativ zu entfernen. Verteilen sich die Knoten über mehrere Schilddrüsenareale, operieren wir die gesamte Schilddrüse heraus. Der Grund für diese drastisch wirkenden Maßnahme: Kalte Knoten tragen ein – wenn auch niedriges – Risiko, bösartig zu sein.

Schilddrüsenkrebs - ein Fall für unsere Expert_innen

Weniger als zehn Prozent der in Schilddrüsen gefundenen Knoten sind bösartig. Sollte dies aber der Fall sein, müssen wir radikaler vorgehen: Je nachdem wie weit sich die Krebszellen – gemäß des Befundes unserer Pathologen – ausgedehnt haben, müssen wir auch die dahinter gelegenen Lymphknoten mit entfernen, da diese ein hohes Risiko tragen, ebenfalls von Krebszellen befallen zu sein und diese dann über die Lymphbahnen in andere Bereiche des Körpers zu verteilen. Schilddrüsenkrebs-Operationen sind Eingriffe, für die es einer langjährigen Expertise bedarf.

Ideale Therapie bösartiger Knoten in der Schilddrüse: die Operation

Der Schilddrüsenkrebs hat ausgesprochen gute Heilungschancen – vorausgesetzt er wird sauber operiert. Daher ist es bei Verdacht auf Schilddrüsenkrebs unbedingt anzuraten, eine spezialisierte Klinik wie das Krankenhaus Bethel Berlin aufzusuchen.

In der Regel kommen keine Chemo- oder Strahlentherapien zum Einsatz, lediglich eine Radiojodtherapie, bei der bestimmte Schilddrüsenzellen durch radioaktives Jod in einer genau errechneten Dosierung zerstört werden, schließt sich in manchen Fällen an die Operation an.

Akute und chronische Überfunktion - Krise und Morbus Basedow

Plötzliche Überfunktionen der Schilddrüse können auch eine Operation bedingen. Zunächst wird versucht, mit Medikamenten und nicht-operativen (konservativen) Therapien gegenzusteuern. Es kann allerdings auch passieren, dass der Stoffwechsel “krisenhaft” entgleist. Eine lebensbedrohliche Situation, in eine Operation unausweichlich ist.

Ebenso wird der Autoimmunerkrankung der Schilddrüse Morbus Basedow wird mit Medikamenten und in unter Umständen einer Radiojodtherapie begegnet. Die Chirurgie erfolgt durch eine vollständige Entfernung der Schilddrüse.

Die Nebenschilddrüsen - wann muss operiert werden?

In der Regel haben Menschen vier Nebenschilddrüsen. Ihre Bezeichnung stammt von ihrer Lage oberhalb der Schilddrüse, haben aber ganz andere Funktionen. Sie produzieren das Hormon Parathormon. Bei einer Überproduktion dieses Hormons wird der Körper an mehreren Stellen geschädigt:

Den Knochen wird zu viel Kalzium entzogen, sie werden porös und können leicht brechen. Das übermäßige Kalzium kann sich in den Nieren ablagern und dort Nierensteine verursachen. Auch Herzprobleme und Depressionen können als Folge der Nebenschilddrüsen-Überfunktion (unter Medizinern als Hyperparathyreoidismus bezeichnet) entstehen.

In den meisten Fällen verursacht ein Adenom diese Überfunktion der Nebenschilddrüsen. Ein Adenom ist ein Knoten, der sich in den Nebenschilddrüsen zu 99 Prozent als gutartig erweist, aber übermäßig viel Parathormon produziert und daher entfernt werden muss.

Die Operation bereiten wir äußerst sorgfältig mit unserem nuklearmedizinischen Praxispartner vor: Dabei kommen hochauflösende Ultraschallgeräte, eine spezielle Nebenschilddrüsen-Szintigraphie und gegebenenfalls auch ein MRT zum Einsatz. Damit wissen wir genau, in welcher der vier Nebenschilddrüsen das Adenom sitzt und wo genau diese liegt. Diese Nebenschilddrüse – nur in ganz seltenen Fällen ist mehr als eine betroffen – operieren wir dann gezielt mittels ganz kleiner Schnitte heraus. Dabei achten wir stets auch auf ein kosmetisch schönes Ergebnis.

Unsere Technik - Ihre Sicherheit

Das Neuromonitoring-System überwacht während der Operation die Funktion der Stimmbandnerven. So kann sich der Operateur zu jedem Zeitpunkt Klarheit darüber verschaffen, ob die als Stimmbandnerv identifizierte Struktur auch tatsächlich funktionell dem Stimmbandnerven entspricht. Bei Reizung des Stimmbandnerven mit geringer Stromstärke können so während der Operation akustische Signale von Stimmlippen abgeleitet werden. Dazu wird ein Spezialbeatmungsschlauch mit entsprechenden „Tonabnehmern“ zur Narkoseführung verwendet.

Da die Lage und Anzahl der Nebenschilddrüsen unterschiedlich sein kann, ist es bei Operationen an Nebenschilddrüsen sehr wichtig, zu erfassen ob alle vergrößerten und/ oder hyperaktiven Nebenschilddrüsen bei der Operation gefunden wurden.

Dies ist nur durch eine intraoperative Messung des von diesen Nebenschilddrüsen gebildeten Parathormons möglich.

Noch während der Narkose werden Blutproben im Krankenhauslabor analysiert und die Ergebnisse in den Operationssaal durchgegeben.

Warnsignale der Schilddrüse

Die Warnsignale der Schilddrüse können Sie als aufmerksamer Beobachter gut wahrnehmen: Alle Veränderungen, die bei einer Unter- oder Überfunktion auftreten, sind meist für Außenstehende sehr offensichtlich. Dies ist bei Knoten und Kropf nicht immer der Fall. Umso wichtiger ist es, deren Symptome besser zu erkennen, um sie einer Schilddrüsenerkrankung zuordnen zu können.

  • langsamer sprechen als sonst,
  • im Denken verlangsamt sind, z. B. Erklärungen weniger gut verstehen als früher,
  • an Gewicht zugenommen haben,
  • teigig oder „aufgedunsen“ im Gesicht aussehen,
  • ständig Frieren, obwohl es für andere nicht zu kalt ist,
  • häufig müde sind und deutlich mehr schlafen als sonst,
  • über Leistungs- oder Konzentrationsabfall klagen,
  • unter Verstopfung, Haarausfall oder rauer Haut leiden,
  • depressiv und antriebsarm wirken.
  • besonders nervös sind, evtl. auch aggressiv,
  • ungewollt Gewicht verloren haben,
  • unter Schlaflosigkeit leiden,
  • schwitzen, obwohl es für andere nicht zu warm ist,
  • abgeschlagen und erschöpft sind,
  • über Durchfall oder Herzrasen klagen.
  • Schwellung der unteren Halsregion, manchmal auch einseitig
  • Kloß-, Druck- oder Engegefühl im Hals
  • Luftnot
  • Schluckbeschwerden
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