Pflege München
Qualitätsberichte
Qualitätsberichte zur Pflege in München
In diesem Abschnitt finden Sie die Qualitätsberichte des Seniorenzentrum München.
Wenn Tiere zu Besuch kommen – Monis Tierfarm schenkt unseren Bewohnern besondere Momente
Ein leises Gackern, ein neugieriges Näschen und plötzlich ist die Aufmerksamkeit im Raum ganz woanders: Wenn Monis Tierfarm zu Besuch kommt, zieht ein kleines Stück Bauernhof in unsere Einrichtung ein. Kaninchen, Meerschweinchen, Hühner, sogar ein Alpaka und weitere tierische Begleiter sorgen für Begegnungen, die vielen unserer Bewohnerinnen und Bewohner lange in Erinnerung bleiben. Monika Posmik bringt ihre Tiere regelmäßig in Seniorenheime, Kliniken und andere Einrichtungen und verbindet die Begegnungen mit tiergestützter Pädagogik und Therapie.
Dabei geht es um weit mehr als um ein bisschen Streicheln und eine willkommene Abwechslung im Alltag. Die Tiere laden zum Beobachten, Berühren und Füttern ein. Gleichzeitig entstehen Gespräche: über frühere Haustiere, das Leben auf dem Land, die eigene Kindheit oder Erlebnisse aus einer Zeit, in der Tiere für viele Menschen ganz selbstverständlich zum Alltag gehörten. Genau diese Erinnerungen werden bei den Besuchen immer wieder lebendig.
Neben ihrem Talent im Umgang mit Tieren ist Frau Posmik musikalisch. Bei ihren Besuchen bringt sie mit ihrer Gitarre beides zusammen, indem sie für und mit unseren Bewohnern und Bewohnerinnen musiziert.
Viele verschiedene Tiere – und jedes hat seinen eigenen Charakter


Zum tierischen Team gehören unter anderem Alpakas, Schafe, Ziegen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hühner. Auf ihre Besuche stellt sie unterschiedliche Besetzungen zusammen. Jedes Tier spricht dabei ganz verschiedene Sinne und Interessen an. Während ein Alpaka mit seinem ungewöhnlichen Aussehen und seiner ruhigen Art sofort die Aufmerksamkeit auf sich zieht, laden die kleinen Tiere dazu ein, vorsichtig Kontakt aufzunehmen, sie zu streicheln oder beim Fressen zu beobachten. Man sieht das weiche Fell, spürt die unterschiedliche Beschaffenheit des Tierhaars, hört das Gackern, Krähen, das Quieken, das Rascheln des Strohs und erlebt die Tiere aus nächster Nähe.
Besonders wertvoll ist dabei, dass die Begegnung nicht unter Zeitdruck stattfinden muss. Jeder Mensch darf seinen eigenen Zugang zu den Tieren finden – ob durch Streicheln, Beobachten, Füttern oder einfach durch das stille Dabeisein.
Ein besonderes Tier: das Alpaka
Einer der bekanntesten tierischen Begleiter von Monis kleiner Farm ist das Alpaka Nacho. Was macht ein Alpaka so besonders? Zunächst einmal ist es sein außergewöhnliches Erscheinungsbild: der lange Hals, die großen Augen und das weiche Fell machen es zu einem Tier, das man nicht jeden Tag aus nächster Nähe erlebt. Gleichzeitig kann seine ruhige Präsenz eine ganz besondere Wirkung entfalten. Die Bewohner können das Tier betrachten, seine Bewegungen verfolgen und – wenn es die Situation zulässt – vorsichtig Kontakt aufnehmen.
Gerade diese entschleunigte Begegnung kann wohltuend sein. Für einen Moment steht nicht die Pflege, eine Erkrankung oder eine Einschränkung im Mittelpunkt, sondern ein lebendiges Gegenüber. Es geht um Neugier, Nähe und einen gemeinsamen Augenblick.
Warum Tiere unseren Bewohnern guttun können
Tiere schaffen auf eine besondere Weise Nähe und Beziehung, ohne dass viele Worte notwendig sind. Gerade für Menschen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder einer Demenzerkrankung weniger kommunizieren, kann eine Begegnung mit einem Tier einen Zugang eröffnen.
Tiergestützte Angebote können unter anderem dazu beitragen,
- Freude und positive Gefühle zu wecken,
- Erinnerungen an frühere Lebensabschnitte anzuregen,
- Gespräche und Kommunikation zu fördern,
- die Bewohner zu Aufmerksamkeit und Aktivität einzuladen,
- Nähe und Geborgenheit zu vermitteln,
- und den Alltag durch ein besonderes Erlebnis zu bereichern.
Begegnung, Erinnerung und ein Stück Lebensfreude
Vielleicht liegt genau darin das Besondere an den Besuchen von Monis Tierfarm: Ein Tier fragt nicht danach, wie alt jemand ist, welche Einschränkungen er hat oder welche Erinnerungen vielleicht verloren gegangen sind. Es ist einfach da.
Ein Bewohner, der lange kaum gesprochen hat, beginnt vielleicht plötzlich von seinem eigenen Hund zu erzählen. Eine Bewohnerin erinnert sich an die Hühner auf dem elterlichen Hof. Jemand lächelt, weil ein Meerschweinchen neugierig an seiner Hand schnuppert. Und manchmal braucht es überhaupt keine Worte – ein ruhiger Moment mit einem Tier kann bereits etwas Besonderes sein.
So bringen die Besuche von Monis Tierfarm nicht nur Tiere in unsere Einrichtung. Sie bringen Begegnung, Erinnerungen, Gespräche und Lebensfreude mit. Und genau deshalb sind diese tierischen Besuche für unsere Bewohner weit mehr als eine schöne Abwechslung: Sie schaffen kleine, wertvolle Momente, die den Alltag bereichern und Menschen miteinander verbinden.
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