Zertifikat „Angehörigenfreundliche Intensivstation“

Die Auszeichnung „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ wird von der
Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V.
(DGF) vergeben und steht für klar definierte Qualitätsstandards in der
Intensivmedizin.

Ziel der Zertifizierung ist es, die Rolle von An- und Zugehörigen
bewusst in die Versorgung einzubeziehen. Hintergrund ist die Erkenntnis,
dass vertraute Personen wesentlich zur Stabilisierung und Genesung von
Intensivpatient:innen beitragen können – sowohl emotional als auch
unterstützend im Behandlungsprozess.

Um das Zertifikat zu erhalten, müssen Intensivstationen verbindliche
Kriterien erfüllen. Dazu gehören unter anderem flexible
Besuchsregelungen, geeignete Aufenthaltsbereiche für Bezugspersonen
sowie strukturierte Konzepte zur Einbindung von Angehörigen in
Information, Kommunikation und Entscheidungsprozesse. Darüber hinaus
bewertet die DGF weitere Aspekte wie Schulungen des Behandlungsteams,
unterstützende Angebote für Angehörige und die organisatorische sowie
räumliche Gestaltung der Station. Insgesamt müssen festgelegte
Qualitätskriterien nachgewiesen werden, die regelmäßig überprüft
werden. Die Zertifizierung macht damit sichtbar, dass eine
Intensivstation nicht nur medizinisch und pflegerisch auf hohem Niveau
arbeitet, sondern auch die Bedürfnisse von Patient:innen und ihren
Bezugspersonen systematisch berücksichtigt.