Kirchliches Engagement und tätige Nächstenliebe: Berta Scheve als Predigerfrau.

Berta Scheve

Berta Scheve wurde christlich-katholisch erzogen und fand schon als Jugendliche Kraft und Trost im Gebet. Ihr Glaube ließ sie den Dienst an Kranken ebenso als Christenpflicht empfinden wie die spätere Gemeindearbeit an der Seite ihres Mannes Eduard Scheve. Die beiden lernten sich am Vorabend des Deutsch-Französischen Krieges bei einer Gebetsversammlung in Köln kennen, wo die frisch gebackene Lazarettleiterin Berta Albers auf einer Reise gestrandet war. Christen aus aller Welt hatten sich hier versammelt und sie bot Eduard Scheve ihre Dienste als Dolmetscherin an. Noch während ihres Lazarettdienstes fand die Verlobung statt, wenig später, am 2. Mai 1871, die Hochzeit. Kurz darauf ließ sich Berta als gläubige Baptistin taufen und begann ihr Leben als Predigerfrau. Sie begleitete Eduard Scheve auf Missionsreisen und -veranstaltungen, half bei der Verpflegung und Missionierung von Obdachlosen und brachte selbstverständlich auch ihre medizinischen Kenntnisse in die Gemeindearbeit ein. Sie führte ein offenes Haus für Baptisten aus der ganzen Welt und gab den Jungen und Mädchen aus Afrika ein Zuhause, die im Zuge der Außenmission in Deutschland für den Missionsdienst ausgebildet wurden.