Eduard Scheves Einsatz für die Außenmission.

Eduard Scheve

Alle Menschen, unabhängig von Rasse und Nation, haben Anspruch auf die Frohe Botschaft des Neuen Testamentes. Für Eduard Scheve eine Selbstverständlichkeit. Kam die Aufforderung, Gottes Wort unter den Völkern der Welt zu verbreiten, doch von Jesus selbst. Die Mitte der 1880er Jahre von englischen Baptisten übernommene Kamerunmission war für ihn ein Akt der Menschenliebe ohne jeden kolonialistischen Anspruch.
Die Anfänge der Außenmission gestalteten sich schwierig, da es an Geld und Erfahrung mangelte. Zwar konnte sich die baptistische Bundeskonferenz 1891 nicht zur offiziellen Übernahme des Missionsfeldes Kamerun durchringen, ermunterte Scheve aber zur Weiterarbeit und zur Entsendung von Missionaren. Diese hatten am Einsatzort mit Malaria und anderen Krankheiten zu kämpfen. Doch auf lange Sicht verfolgte Scheve sowieso ein anderes Konzept: Hilfe zur Selbsthilfe. Schon bald begannen er und seine Mitstreiter, in Deutschland Jungen und Mädchen aus Afrika auszubilden, die nach ihrer Rückkehr in die Heimat im Missionsdienst und in der Diakonie tätig wurden. Ein Ansatz, der auch in der heute präferierten Entwicklungshilfe dominiert, wie sie durch regierungsunabhängige Organisationen in nationalem, europäischem und internationalem Rahmen geleistet wird.