Wirbelsäulenchirurgie am Krankenhaus Bethel Berlin

Die menschliche Wirbelsäule hat zwei verschiedene Aufgaben: Zum einen hält sie den Körper aufrecht und trägt die Last von Kopf, Rumpf und Armen. Zum anderen dient sie aber auch als Schutz für das im Wirbelkanal verlaufende Rückenmark. Dafür ist ein reibungsloses Zusammenspiel aus festen und weichen Elementen notwendig:
den festen, knochigen Wirbelkörpern und der relativ weiche Knorpel (Bandscheiben).
Von vorne betrachtet ist eine gesunde Wirbelsäule absolut gerade. Von der Seite betrachtet formen die Wirbel und Bandscheiben eine doppelte S-Form, die der Wirbelsäule ihre typische Form gibt. Durch diese spezielle gewölbte Form kann die Wirbelsäule Erschütterungen abschwächen und gleichmäßig auf den kompletten Körper verteilen.

Häufige Verletzungen und Krankheitsbilder

Operationen an Bandscheibe und Wirbeln

Eine weit verbreitete Erkrankung der Wirbelsäule ist der Bandscheibenvorfall. Dabei tritt ein Teil des Gallertkerns durch einen kleinen Riss am Rand der Bandscheibe aus und drückt auf eine Nervenwurzel oder das Rückenmark. Die Folge: heftige Schmerzen, in schlimmen Fällen Ausfälle der Gefühls- und Bewegungsnerven. Vernarbt trotz medikamentöser und krankengymnastischer Behandlung die ausgetretene Gallertmasse, entstehen chronische Bandscheibenschmerzen. Sie sind durch einen minimalinvasiven Eingriff erfolgreich zu beheben.
Durch schonende Operationen können auch knöcherne Einengungen im Bereich der Nervenwurzeln und des Rückenmarkkanals – Folge von Verschleiß der Zwischenwirbelgelenke – beseitigt werden. Bei komplett zerstörten Bandscheiben ist neben einer versteifenden Operation auch das Einsetzen einer künstlichen Bandscheibe möglich.
Wirbelbrüche stabilisieren Ärzte heute meist durch einen in Schlüsselloch-Technik eingebrachten Spezialzement. Bei komplizierten Brüchen ist manchmal eine Stabilisierung mit speziellen Stab-Systemen oder ein Wirbelkörper-Ersatz notwendig.

Mit Seele und Sachverstand

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