Pflege Krankenhaus Bethel Berlin

„Kann es wohl einen größeren Widerspruch geben als eine Spitalkrankheit? Ein Übel, welches man erst bekommt, wo man sein eigenes loszuwerden gedenkt."                        Johann Peter Frank (1745-1821), Begründer der "Öffentlichen Hygiene" und eines sozialmedizinisch geprägten Gesundheitsdienstes

Die Verhütung und Bekämpfung von Infektionen, die im Krankenhaus erworben werden können steht bei allen Mitarbeitern unserer Klinik im Mittelpunkt. Um dieses Ziel zu erreichen, führen wir unsere Hygienemaßnahmen gemäß der aktuellen Richtlinie der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) durch.

Durch die jahrzehntelange Schwerpunktbehandlung älterer Patienten hat sich bei jedem Mitarbeiter der Klinik eine besonders hohe Sensibilität für Hygienemaßnahmen entwickelt: Ein umfangreiches Aufnahmescreening auf multiresistente Erreger ist seit Jahren im Haus etabliert. So werden z. B. Patienten mit definierten Risikofaktoren bei der stationären Aufnahme auf MRSA (Methicillin resistenter S. aureus) getestet. Stellt das Labor fest, dass der Patient MRSA-positiv ist, werden umgehend geeignete Maßnahmen für eine erfolgreiche Sanierung (im Krankenhaus Bethel Berlin oder durch den Hausarzt) getroffen. In Vorbereitung auf eine Gelenkersatz-Operation werden bereits seit 2011 sämtliche Patienten des Endoprothetikzentrums Bethel Berlin auf eine entsprechende Infektion untersucht.

Unter der Leitung der medizinischen Geschäftsführung tagt die Hygienekommission regelmäßig. Hier werden hygienerelevante Themen wie z.B. neue Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts vorgestellt, Keimstatistiken und die Implementierung und Umsetzung von Hygiene-Standards erörtert.

Die Krankenhaushygiene umfasst ein breites Spektrum von Tätigkeitsfeldern. So ist sie für die Erfassung und Bewertung bestimmter Erreger (nach IfSG § 23), Personalschulungen, Hygienebegehungen der Stationen, Hygienevisiten bestimmter Pflegetätigkeiten, mikrobiologische Überwachung von medizinischen Geräten, Wasseruntersuchungen, Bauvorhaben, Lebensmittelhygiene usw. zuständig.

Der Mensch ist ein artenreiches Biotop: Billionen Bakterien leben in und auf uns, dabei überwiegen die gutartigen bei weitem - nützliche Besiedler, die im Normalfall die wenigen schädlichen „Keime“ oder „Viren“ unter Kontrolle halten. Wenn diese natürliche Regulierung nicht mehr funktioniert, sind wir im Krankenhaus Bethel Berlin bestens vorbereitet.

Schlagen Sie in unserem Handout zur Patientenakademie "Kampf dem Keim" das ein oder andere Detail zur Arbeit der Krankenhaushygiene nach. Zum Handout

 

 

Ihre Ansprechpartnerin

Ihre Ansprechpartnerin in allen Fragen rund Hygienemaßnahmen im Krankenhaus Bethel Berlin:

    Dr. Doris Weitzel-Kage
    Fachärztin für Hygiene und Umweltmedizin, Krankenhaushygiene
    030-7791-2311
    Doris.Weitzel-Kage(at)BethelNet.de