Beschützender Bereich

Gesicherte Mobilität für mehr Lebensqualität.

Mobilitäts-System

Früher liefen demenziell veränderte Bewohner Gefahr, sich unbemerkt zu entfernen und waren großen Risiken ausgesetzt. Ihr Bewegungsraum war deshalb auf die Wohnbereiche begrenzt. Das Seniorenzentrum Bethel ist heute einen großen Schritt weiter, ein neuartiges Mobilitäts-System sorgt für die Sicherheit der betroffenen Bewohner. Der Bewegungsraum wird dabei nicht (wie in manch anderer Einrichtung) auf den Wohnbereich begrenzt. Im Seniorenzentrum Bethel steht der gesamte Innen- und Außenbereich mit seinen weitläufigen Parkanlagen den Bewohnern offen zur Verfügung. Das gesamte Haus steht offen. Räumlichkeiten wie Gymnastikraum, Friseur, Café, Restaurant und die Parkanlagen sind frei zugänglich, soziale Kontakte mit anderen Bewohnern sind ungehindert möglich. Das Mobilitäts-System verhindert lediglich das Verlassen der großzügigen Gesamtanlage. Die Technik ist so unauffällig wie eine Armbanduhr. Entfernt sich ein gefährdeter Bewohner aus dem gesicherten Bereich, geht ein Signal an die mobilen Telefone oder Rufempfänger des Pflegepersonals. Damit können unverzüglich die notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden. So gewährleistet das Mobilitäts-System rund um die Uhr nicht nur ein hohes Maß an Sicherheit – es bietet die bestmögliche Bewegungsfreiheit und Lebensqualität.

Werdenfelser Weg

Orientierungslose Bewohner oder Menschen mit einer demenziellen Erkrankung sind ohne Hilfsmittel einem hohen Sturz- und Verletzungsrisiko ausgesetzt. Das Seniorenzentrum Bethel geht hier neue Wege. Das Ziel der Maßnahmen ist, unsere pflege- oder betreuungsbedürftigen Bewohner auf einem sanften Weg zu schützen. Es werden Alternativen gesucht zu der herkömmlichen Fixierung, wie sie noch in vielen Einrichtungen üblich ist. Im juristischen Sinn bedeuten sie einen Eingriff in die Menschenrechte des Pflegebedürftigen. Dass es auch anders geht, beweist die Initiative „Werdenfelser Weg“. Sie gibt die Richtung der Schritte vor, die in der Praxis unserer Einrichtung umgesetzt werden.
Die MitarbeiterInnen im Pflegebereich führen Besprechungen zu jedem Bewohner mit Sturzgefährdung. Grundsätzlich wird dabei nach alternativen Möglichkeiten zur Minimierung bzw. zum Wegfall von freiheitsentziehenden Maßnahmen gesucht. So konnten bereits alle Fixierungsgurte abgeschafft werden. Angeschafft wurden spezielle Gehwagen, die es sturzgefährdeten Bewohnern statt einer Fixierung erlauben, sich frei im Wohnbereich zu bewegen. Auch der Bettseitenschutz wurde zurückgenommen. Dafür wurde in Niederflurbetten investiert, die mit eingebetteten „Schwimmnudeln“ ein natürliches Hindernis bilden und das Herausfallen verhindern.