Die Rechenschaft vom Glauben

Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.

Dieses Glaubensbekenntnis ist Ausdruck und Zeugnis der Übereinstimmung der Gemeinden im Glauben. Es kann also nicht selbst Gegenstand des Glaubens oder bindendes Glaubensgesetz sein. Als zusammenfassende Auslegung der Heiligen Schrift wird es durch diese begründet und begrenzt. Es setzt das Apostolische Glaubensbekenntnis als gemeinsames Bekenntnis der Christenheit voraus und bleibt offen für die künftige Bekundung der Wahrheit.

Grund und Inhalt des Bekennens ist das zentrale Geschehen der Herrschaft Gottes. Dem entspricht der vorwiegend berichtende Stil. Als Rechenschaft vom Glauben soll dieses Bekenntnis der gemeindlichen Unterweisung, der theologischen Besinnung und der Verantwortung des Glaubens nach außen dienen. Als lebendige Antwort der Gemeinde auf Gottes wirksames Wort wird das Bekenntnis des Glaubens zum Lob der großen Taten Gottes.

Das Apostolische Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.


Das apostolische Glaubensbekenntnis nimmt Glaubensaussagen des Neuen Testaments auf, die im 2.Jahrhundert in mehrgliedrigen Formeln zusammengefaßt und im 3. Jahrhundert erweitert wurden (z. B. im "Romanum"). Nach weiteren Zufügungen und Abänderungen haben sie im 5. Jahrhundert ihre jetzige Form gefunden. Die vorliegende Übersetzung wurde am 15./16. Dezember 1970 von der "Arbeitsgemeinschaft für liturgische Texte der Kirchen des deutschen Sprachgebietes" verabschiedet.

18. Menschen und Organisation

18.1 Das Miteinander
Gesetzliche, gesellschaftsrechtliche, vertragliche und innerbetriebliche Regelungen (Ordnungen) bestimmen die gemeinsame Arbeit von Aufsichtsrat und Vorstand (Organe des Werkes) einerseits und das Miteinander mit den Leitungs- und Führungskräften bzw. ausführenden Mitarbeitern andererseits.

Alle Mitarbeiter haben gleichermaßen das Recht auf Einsichtnahme in diese Ordnungen. Unsere Leitungs- und Führungskräfte haben insbesondere die Pflicht, sowohl unseren Mitarbeitern als auch deren Mitarbeitervertretungen die geltenden Ordnungen vorzustellen, zu erläutern und auf deren Beachtung und Anwendung aktiv hinzuwirken.

18.2 Leitungs- und Führungsstruktur
Die diakonisch-fachliche Aufgabenstellung erfordert verschiedene betriebliche Ebenen und organisatorische Festlegungen. Unsere Leitungs- und Führungsstruktur beschreibt das Verhältnis von Aufgaben und Befugnissen, wie sie sich aus den jeweiligen Ordnungen für das Leiten, Führen und Ausführen ergeben, und verdeutlicht, dass sich die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten, nach dieser Ordnung „Leben und Arbeiten – Leitungs- und Führungsgrundsätze“ richtet. Weiterhin wird das Verhältnis von Leitungs- und Handlungskompetenz in unserer diakoni-schen Arbeit aufgezeigt.

18.3 Führungsmatrix
Die bundesweite Streuung unserer Betriebe erfordert eine mehrstufig aufgebaute Ordnung, die das Zusammenwirken verschiedener Organisationseinheiten und betrieblicher Entscheidungsebenen regelt. Die Führungsmatrix beschreibt das Verhältnis der selbständigen, operativen Betriebsbereiche zu den vorstandsnahen, strategischen Geschäftsbereichen und zu den rechtlich selbständigen Servicegesellschaften.

18.4.1 Vorstand (siehe 6.2)
Dem Vorstand obliegt nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag die Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnis unseres Werkes. Gleichzeitig nimmt er die Aufgaben als Gesellschafter wahr.

18.4.2 Betriebe (siehe 6.4)
Die oberste Verantwortung obliegt dem Hauptgeschäftsführer bzw. dem Geschäftsführer in den Servicegesellschaften. Dementsprechend sind seine Aufgaben und Befugnisse geregelt. Dazu gehört insbesondere die verantwortliche Leitung und Führung des Betriebes. Dies schließt die inhaltlich-fachliche wie auch die wirtschaftlich-finanzielle Ergebnisverantwortung ein. Je nach Größe und Organisationsstruktur eines Betriebes werden ggf. weitere Geschäftsführer berufen. Der Hauptgeschäftsführer bzw. der Geschäftsführer in den Servicegesellschaften ist Vorgesetzter aller Mitarbeiter des Betriebes.

18.5 Authentizität, christliche Führungskompetenz, Wirtschaftsethik
Alles Organisieren und jegliche Systemplanung scheitern letztlich dann, wenn die Frage nach den geeigneten Menschen nicht befriedigend gelöst wird. Darum gilt auch hier der biblische Grundsatz: Sich nach redlichen Leuten umzusehen, die Gott fürchten, wahrhaftig sind und dem ungerechten Gewinn absagen. Daraus ergeben sich – mit Blick auf christliche Führungskompetenz – Anforderungen und Anspruch an uns selbst, als Vorstand, als Leitungs- und Führungskräfte sowie als Vorgesetzte auf allen Ebenen. Der konkrete Anspruch, den Bethel vorgibt, heißt
Authentizität – die Basis für persönliche, fachliche und hierarchische Autorität (vgl. Anlage: Erläuterung von Fachausdrücken, Stichwort „Authentizität“).

18.6 Anspruch, Wirklichkeit
Sollten unsere Ansprüche auch noch so exakt definierbar sein, so bleibt dennoch vieles nur als Stückwerk bestehen. So mögen diese Leitungs- und Führungsgrundsätze einen Beitrag darstellen, um das Miteinander auf verlässlichem Boden zu halten.

18.7 Anlage
Die diesen Leitungs- und Führungsgrundsätzen beigegebene Anlage „Erläuterungen von Fachausdrücken“ will zu einer vertieften Auseinandersetzung auf allen Ebenen beitragen. Sie kann uns helfen, die Inhalte einzelner Argumente und Begriffe gleichermaßen einzusetzen und zu verstehen.


Anlage zu Ziffer 18.7 der Ordnung „Leben und Arbeiten – Leitungs- und
Führungsgrundsätze im Diakoniewerk Bethel und in seinen
Unternehmensbeteiligungen“

Erläuterung von Fachausdrücken


Anforderungsprofil: Anforderungen an einen Stelleninhaber (Ausbildung, Erfahrung, besondere Kenntnisse und Fertigkeiten, persönliche Eigenschaften).

Anweisen (Führungsaufgabe): Verbindliches Beauftragen zu bestimmten Leistungen oder bestimmtem Verhalten des Mitarbeiters.

Authentizität (Echtheit): Führungsprofil für Leitungs- und Führungskräfte bzw. Vorgesetzte aller hierarchischen Ebenen in Bethel (s. Anhang).

Befugnisse im Betrieb: Geschäftsführungsbefugnis (Weisungs- und Kontrollbefugnis gegenüber Mitarbeitern, Sachentscheidungsbefugnis bei der Planung und bei der Ausführung, Informationsrecht, Repräsentationsrecht); Vertretungsbefugnis.

Delegation: Übertragung von Aufgaben, Befugnis und Verantwortung.

Dienstbezeichnung: Funktionsbezogene Rangstufe in der Hierarchie unseres Werkes.

Disziplinarvorgesetzter: Vorgesetzter, der für die Verhängung von Sanktionen bei Verletzung des Arbeitsvertrages zuständig ist.

Durchregieren: Erteilung von Weisungen an nachgeordnete Mitarbeiter unter Umgehung des unmittelbaren Vorgesetzten (und anderer Zwischenvorgesetzter).

Ersatzvornahme: Vornahme einer Handlung oder Entscheidung im Delegationsbereich eines anderen (zulässig nur in Notfällen, z. B. wenn der Delegierte ordnungswidrig von seiner Entscheidungsbefugnis keinen Gebrauch macht).

Fachvorgesetzter: Bei Mehrfachunterstellung einer der Vorgesetzten, der in fachlicher Hinsicht weisungs- und kontrollberechtigt ist.

Förderung der Mitarbeiter (Führungsaufgabe): Hilfestellung bei der Entwicklung des Mitarbeiters durch planmäßige Ausbildung, Fortbildung, Einsatz (Personalentwicklung).

Fortbildung: Maßnahmen zur Verbesserung der Berufsstellung, sei es zu der noch besseren Besetzung der bereits eingenommenen, sei es zur Vorbereitung der Übernahme einer anderen Stelle.

Führen: Mit und durch andere die festgelegten Ziele erreichen, andere zum Ziel bringen, sie zu bewegen, dass sie das Diakoniekonzept verwirklichen.

Führungsaufgaben: Informieren, Unterweisen, Anweisen, Koordinieren, Kontrollieren, Beurteilen, Anerkennen, Loben, Fördern, Korrigieren, Kritisieren, Tadeln.

Führungskräfte: Mitarbeiter mit Leitungs- und Führungsaufgaben, in weiterem Sinne außerdem auch die Leitungsgehilfen (Stabskräfte).

Führungsmittel: Gespräch (Vorgesetzter muss zuhören können); Besprechung
(fortlaufender Gedankenaustausch); Konferenz (wie Besprechung, aber in größeren Gruppen); Versammlung (Mitarbeiter muss zuhören können); Anleiten (an-/unterweisen); Koordinieren (Aktivitäten der Mitarbeiter untereinander abstimmen); Beaufsichtigen (Verhaltensbereiche prüfen); Kontrollieren (Leistungsbereiche prüfen); Beurteilen (sachorientierte Kritik formulieren können); Fördern (Perspektiven aufzeigen); Einspruch und Beschwerde (partnerschaftlicher „Rechtsweg“).

Führungsstil: Art und Weise, in der bei Bethel der Gestaltungswille gegenüber den Mitarbeitern zur Erreichung der Diakonieziele durchgesetzt wird. Der Führungsstil ergibt sich aus der Summe der Führungsgrundsätze, -aufgaben und -maßnahmen, die wir in dieser Ordnung „Leben und Arbeiten – Leitungs- und Führungsgrundsätze im Diakoniewerk Bethel und in seinen Unternehmensbeteiligungen“ zusammengefasst haben.

Der autoritäre Führungsstil bedeutet im Extrem: Alleingang des Vorgesetzten hinsichtlich aller Entscheidungen ohne Kontaktaufnahme mit seinen Mitarbeitern vor seiner Entscheidung und ohne „Verkaufen“ seiner Entscheidungen. Es herrscht Unter- und Überordnung. Der Ausführende hat den Anordnungen des Vorgesetzten zu gehorchen; seine Meinung ist nicht gefragt. Die Entscheidungsbefugnisse sind zentralisiert.

Von einem kooperativen Führungsstil, den Bethel wünscht, wird gesprochen, wenn der Vorgesetzte die zur Zielerreichung erforderlichen Schritte mit seinen Mitarbeitern berät, auch die vom Einzelnen zu erreichenden Ziele, und erst dann – allerdings auch in alleiniger Verantwortung – entscheidet. Dabei hat er auch die Selbständigkeit und die Initiative seiner Mitarbeiter zu entwickeln und zu versuchen, diese von den Notwendigkeiten zu überzeugen. Die Befugnisse sind weitgehend dezentralisiert (delegiert), einschließlich der Entscheidungsverantwortung.

Informieren (Führungsaufgabe): Das Unterrichten des Mitarbeiters über den Gesamtplan, das Gesamtwerk, laufend über neue betriebliche Maßnahmen, Betriebsergebnisse, Fortbildungsmöglichkeiten, d. h. über alles, was einen Mitarbeiter verständlicherweise interessiert, damit er über Bethel Bescheid weiß.

Kontrollieren (Führungsaufgabe): Zu kontrollieren ist der Mitarbeiter stichprobenweise auf Einhaltung der Anweisungen und des Arbeitsvertrages während der Leistungserstellung (Dienstaufsicht); ferner ist das Ergebnis seiner Leistung mit dem Leistungssoll zu vergleichen.

Kontrollspanne: Günstigste Anzahl (möglichst nicht mehr als 7 Personen) der einem Vorgesetzten unterstellten Mitarbeiter. Im Einzelfall hängt sie ab von der Fähigkeit des Vorgesetzten, zu leiten und zu führen, der Qualifikation, der Unterstellungsbereitschaft und der räumlichen Überschaubarkeit der unterstellten Mitarbeiter.

Leistungsbeurteilung (Führungsaufgabe): Das Vergleichen von Leistung und Verhalten mit Sollvorgaben.

Leistungsbewertung: Bewertung von Leistungsmenge und Leistungsgüte der einzelnen Stelleninhaber.

Leiten: Planen von Zielen und Maßnahmen zur Zielerreichung. Außerdem Steuerung der Maßnahmen (Durchsetzen der Ausführung) und Kontrolle der Ausführung und der Zielerreichung.

Liniensystem: Führungsorganisation, die auf dem Grundsatz der Einheit der
Auftragserteilung beruht (Gegensatz: Funktionssystem).

Loben und Tadeln (Führungsaufgabe): Loben = Anerkennen der Person des Mitarbeiters, wenn Leistung und Verhalten laufend gut sind; Tadeln = Kritisieren des Mitarbeiters, wenn er mehrfach erheblich von Ziel und Anweisungen abweicht und ihm das zum Vorwurf gemacht werden kann.

Stab-Liniensystem: Führungsorganisation auf der Grundlage des Liniensystems mit der Besonderheit, dass bei den Führungsstellen Aufgaben der Entscheidungsvorbereitung ausgegliedert und Leitungsstellen (Stabsstellen) dafür gebildet werden.

Stellenbeschreibung: Beschreibung des Ziels einer Stelle (global, die Zielquantifizierung erfolgt außerhalb der Stellenbeschreibung durch Zielvereinbarung), der hierzu zu erfüllenden Aufgaben, der delegierten Befugnisse, der Unter- und Überstellung und der Vertretung des Stelleninhabers, der Informationspflichten und -rechte und der Anforderungen an den Stelleninhaber.

Unterweisen (Führungsaufgabe): Zweckgerichtetes Anleiten des Mitarbeiters mit dem Ziel der Vermittlung von Fertigkeiten und Verhaltensweisen.

Verantwortung: Einstehen müssen für Erfolg und Misserfolg.

Vorgesetzte: Führungskräfte mit Leitungs- und Führungsaufgaben.
Zuständigkeit: Ein Vorgesetzter ist für das, was seine Mitarbeiter tun, immer zuständig. Für Fehler, die seine Mitarbeiter machen, ist er nur dann verantwortlich, wenn er sie durch Vernachlässigung seiner Führungsaufgaben mitverschuldet hat.

Hinweis: Vorstehende Erläuterungen sind mit einigen Änderungen der gleichnamigen Übersicht „Arbeitsunterlage und Anleitung zur programmierten Aufstellung eines Personalplans“ von Dr. Karl Braun, Verlag Dr. Th. Gabler, Wiesbaden 1975, entnommen worden.


Authentizität – Basis für persönliche, fachliche und hierarchische Autorität

(Anforderungsprofil an Leitungs- und Führungskräfte im Diakoniewerk Bethel gemeinnützige GmbH und seinen Unternehmensbeteiligungen)


Glaubensbezogene Kompetenz

  • Genesis 28, 10-22 (Geschichte Bethels)
  • Johannes 15, 1-8 (Weinstock und Reben)
  • Exodus 20, 1-17 (Zehn Gebote)
  • Matthäus 5-7 (Bergpredigt)
  • Matthäus 22, 34-40 (Höchstes Gebot)
  • 1. Korinther 13 (Hohelied der Liebe)
  • Lukas 10, 25-37 (der barmherzige Samariter)
  • Das ganze Evangelium

Persönlichkeitsbezogene Kompetenz

  • Selbstreflexion und Bereitschaft zur Selbstentwicklung
  • Urteilsvermögen, analytisches Denken, Intellekt, geistiger Horizont
  • Lernfähigkeit; Bereitschaft, sich als Persönlichkeit zu entwickeln und zu    wachsen
  • Offenheit gegenüber Neuem, Neugierde, Kreativität, Experimentierfreude
  • Emotionalität und Subjektivität
  • Engagement, Leistungsbereitschaft, Initiative
  • Ausdauer, Beharrlichkeit, Geduld
  • Belastbarkeit, Frustrationstoleranz
  • Realitätsbezogenheit
  • Risikobereitschaft
  • Ausstrahlung, Selbstsicherheit, Glaubwürdigkeit
  • Flexibilität

Soziale und führungsmäßige Kompetenz

  • Wahrnehmungsvermögen, Einfühlungsvermögen
  • Kommunikationsfähigkeit, Offenheit, sprachlicher Ausdruck
  • Teamfähigkeit
  • Fähigkeit, Teamarbeit zu fördern
  • Kooperationsfähigkeit, Konsensfähigkeit, Integrationsfähigkeit
  • Konstruktives Angehen von Konflikten
  • Veränderungsfähigkeit, etwas bewegen können
  • Leistungspotentiale der Mitarbeiter erkennen und nutzen
  • Mitarbeiterbezogenheit, Wertschätzung des Mitarbeiters
  • Überzeugungskraft: Fähigkeit, Identifikation zu schaffen, Sinnvermittlung, Vorbild

Strategische / kulturelle Kompetenz

  • Zusammenhänge erkennen, ganzheitliches Denken und Handeln
  • Gefühl für zukünftige Entwicklungen, Imagination
  • Visionäres Denken
  • Unternehmerisches Denken und Handeln
  • Sinn für Gesellschaftsproblematik

Fachliche / funktionale Kompetenz

  • Fachliches Know-how
  • Generalistenwissen
  • Markt-Know-how im Wohlfahrtsstaat
  • Verbandsengagement
  • Methoden und Techniken (Planen und Organisieren, Problemlösung)
  • Konzeptionelle Fähigkeiten

Teil 1 - Die Aufrichtung der Gottesherrschaft

1. Gottes Offenbarung in Jesus Christus

Hebr. 1, 1ff.
Gal. 4. 4f.

Gott hat sich in seinem Sohn Jesus Christus offenbart und in ihm seine Herrschaft zum Heil der Menschen aufgerichtet.

Mark. 1, 15
Eph. 2, 13
Joh. 8, 36
Matth . 9, 10-13

Als der von Gott Gekommene hat Jesus von Nazareth Gott den Menschen und die Menschen Gott nahegebracht: In einzigartiger Vollmacht rief er sie zurück zu dem lebendigen Gott; er befreite aus gottlosen Bindungen, vergab die Sünden, heilte Kranke und hatte Tischgemeinschaft mit Sündern. Mit seinen Worten und Taten brach die Gottesherrschaft an.

Mark. 10, 45
1.Kor. 11, 23-25
Joh. 3, 16
1. Joh. 4, 16

Das Werk Jesu, der auf die Erde kam, um "die Werke des Teufels zu zerstören" (1. Joh. 3, 8), wurde vollendet in seinem Leiden und Sterben für alle Menschen. In Jesu stellvertretendem Tod für die Schuld der Menschheit aller Zeiten hat Gott sich uns erschlossen als der, der Liebe ist.

1. Kor. 15, 14-22
Apg. 2, 36
Röm. 4, 25

In Jesu Auferweckung von den Toten hat Gott das Werk der Versöhnung in Kraft gesetzt und den Gekreuzigten zum gegenwärtigen Herrn erhoben. Er "ist uns von Gott gemacht zur Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung" (1. Kor. 1, 30). Mit seiner Auferstehung hat das Ende dieser Weltzeit begonnen. Sein Auferstehen verbürgt uns die Auferstehung aller, die an ihn glauben, zum ewigen Leben.

Joh. 17, 4
Phil. 2, 5-11

Als der Auferstandene ist Jesus zur Herrlichkeit des Vaters erhöht, aus der er gekommen ist. In dieser Hoheit ist er nicht nur Herr über seine Gemeinde, sondern auch über die ganze Welt. Christi Herrschaft wird von seiner Gemeinde geglaubt und verkündigt; sie wird von allen Menschen erkannt, wenn er als Weltvollender kommt.

2. Kor. 5, 17-21
Gottes Heilswerk in Christus kommt zu seinem vorläufigen Ziel in der Verkündigung der Versöhnungsbotschaft durch seine Gemeinde. Im Dienst der Versöhnung, der in der Kraft des Heiligen Geistes geschieht, ist Christus selbst am Werk und stellt alle Welt unter den Anspruch ihres Schöpfers. Die Gemeinde, die ihn verkündigt und aus seiner Kraft lebt, wird zum Zeichen der neuen Welt Gottes.

2. Die Sünde des Menschen und seine Umkehr zu Gott

Luk. 5, 8
Röm. 3, 22-24

In der Begegnung mit Jesus Christus erfahren wir das Böse in uns und in gesellschaftlichen Strukturen als Sünde gegen Gott. Gottes versöhnendes und richtendes Wort deckt uns die Schuld der Menschen auf als Leugnung der Verantwortung vor Gott. Gleichgültigkeit und Trägheit, Angst und Selbstbehauptung sind Ausdruck der Trennung von Gott.

Mark. 7, 20-23
Joh. 8, 34

Im Bösen ist immer der Böse wirksam, der Widersacher Gottes, der Gottes gute Schöpfung verdirbt. Zugleich kommt das Böse aus dem Herzen des Menschen, der der Verführung erliegt und Gottes Gebot übertritt. Das Tun des Bösen bringt ihn unter die Herrschaft des Bösen. Deshalb ist der Mensch "tot in Übertretungen und Sünden" (Eph. 2, 1) und dem Leben aus Gott entfremdet. Er ist den gottfeindlichen Mächten und Gewalten preisgegeben.

1. Mose 3, 1-7
Die Abwendung von Gott und die Mißachtung seiner Liebe führen zur Ausbeutung, Unterdrückung und Entmündigung des Menschen durch den Menschen, aber auch zum verzweifelten Alleinsein des Menschen mit sich selbst. Der Mensch, der wie Gott sein will und meint, Gutes und Böses nach seinem Gutdünken bestimmen zu können, verfehlt seine Bestimmung. Er verdirbt Gottes gute Schöpfung und bedroht sie in ihrem Bestand.

Röm. 10, 2-4
Der Widerspruch gegen Gottes Herrschaft geschieht nicht nur in Worten und Taten, die moralisch verwerflich sind. Er kann sich ebenso in aufopferndem Eintreten für Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit, für Religion, Wahrheit und Schönheit verwirklichen. Jede gute Tat kann gleichzeitig Gott gegenüber die feinste Form der Selbstrechtfertigung und der Selbstsucht sein. Im Licht der Liebe Gottes wird das Geheimnis der Bosheit auch und gerade in den "guten" und "frommen" Taten der Menschen aufgedeckt, so daß niemand vor Gott im Recht ist und ohne Gnade bestehen kann.

Röm. 1, 18
2. Thess. 1, 9

Wer Gottes Angebot der Gnade und Vergebung ausschlägt, bleibt unter dem Zorn und Urteil Gottes, verwirkt das ewige Leben und verschließt sich in die selbstgewählte Gottesferne. Der Unglaube führt in das ewige Verderben; wer aber Gottes Urteil über seine Sünden und das Angebot der Gnade annimmt, ergreift das ewige Leben, das Christus uns erworben hat.

Röm. 3, 21-29
Röm. 8, 14-18
Kol. 1, 13
1. Joh. 1, 9

Gottes Gnade in Christus bewirkt die Umkehr des Menschen zu Gott. Durch den Glauben an Jesus Christus wird der Mensch vor Gott gerecht und Gottes Kind. Glaube ist keine Leistung des Menschen, sondern Annahme der Gnade Gottes. Der Glaubende erfährt die erneuernde Wirkung des Heiligen Geistes in Vergebung und Befreiung. Durch die Kraftwirkung des Heiligen Geistes ist er wiedergeboren zu einem neuen Leben mit Gott.

3. Das neue Leben aus dem Heiligen Geist

Joh. 9, 39-41
1. Kor. 2, 14f.
Röm. 8, 1-4
Gal. 2, 20

Das Evangelium führt jeden Menschen - auch den religiösen - in die Krise. Es bedeutet Gericht und Neuwerdung für den, der sich dem Heil in Christus zuwendet. Der Heilige Geist beginnt in den Glaubenden ein neues Leben, dessen Grund und Mitte Jesus Christus selbst ist.

Jak. 1, 22-25
Mark. 12, 29-31

Das neue Leben aus dem Heiligen Geist nimmt Gestalt an, indem es den Menschen in neue Lebenskreise hineinstellt und seine alten erneuert. Es verbindet den Menschen mit Gott und seinem Volk, der Gemeinde Jesu Christi, und erneuert alle zwischenmenschlichen Beziehungen. Das neue Leben äußert sich im Hören auf Gottes Wort, im Gebet und im Tun des Willens Gottes.

1. Kor. 1, 30
2. Kor. 6, 1-10
Psalm 32
Röm. 8, 26-28
Joh. 5, 39
1.Thess. 5,16-18
Gal. 5, 1
Neh. 8, 10

Das neue Leben ist Gottes Geschenk, das in Hingabe und Heiligung bewahrt werden will. Es erspart uns nicht Anfechtungen und Versuchungen, Leiden und Bedrängnis, Zweifel und Begierden, gibt uns aber die Kraft, in ihnen zu bestehen und unseren Glauben an Jesus Christus zu bewähren. Selbst Fehlentscheidungen und Versagen, Irrtümer und Niederlagen können uns nicht von Christus trennen, der uns die Treue hält und Schuld vergibt. Der Heilige Geist ist uns als Fürsprecher und Beistand verheißen, und durch das Wort der Heiligen Schrift spricht Gott in unser Leben hinein. Bibellesen, gegenseitige brüderliche Beratung und Gebet wollen uns Orientierungshilfe auf dem Wege der Nachfolge Christi geben. Der Christ ist mit der Gemeinde Jesu Christi unterwegs zur Vollendung der Gottesherrschaft und lebt schon heute und hier in der Freiheit der Kinder Gottes, zu der ihn sein Herr befreit hat. Die Freude am Herrn ist seine Stärke.

4. Gottes Schöpfung

1. Mose 1+ 2
Hebr. 11, 3
Röm. 4, 17
Joh. 1, 4
1. Mose 1, 27

Im Glauben an Jesus Christus erkennen wir, daß Gott die Welt durch sein Wort aus dem Nichts erschaffen hat. Dem uranfänglichen Schaffen Gottes entspricht seine Schöpfermacht heute, von der das Dasein eines jeden Menschen Zeugnis ablegt. Diese unsere Welt ist nicht aus sich selbst entstanden, sondern hat ihren Ursprung und ihr Ziel in der Güte Gottes, der sein Leben seiner Kreatur mitteilt, weil er nicht für sich bleiben, sondern mit den Menschen als seinen Geschöpfen Gemeinschaft haben will.

Matth. 5, 45
Apg. 14, 17
Röm. 8, 16ff.
Röm. 14, 17

Gott erhält die Welt trotz der Sünde der Menschen auf ihre Erlösung hin. Mitten in der noch nicht erlösten Welt erlebt die christliche Gemeinde, wie Christus an ihr die Erneuerung der gefallenen Schöpfung anfängt. Als Kinder Gottes erfahren die Christen an sich selbst, wie Gott das Schicksal des Todes und der Nichtigkeit, das über der Welt liegt, aufzuheben beginnt, indem er ihnen durch den Heiligen Geist Freiheit und Gerechtigkeit, Frieden und Freude schenkt. Mit der ganzen Schöpfung sehnen sie sich nach der vollkommenen Erlösung, die ihnen verheißen ist.

Apg.17,26
1. Mose 1, 28
Psalm 8, 6

Als der Herr der Geschichte ist Gott Herr aller Menschen und Völker, Zeiten und Generationen. Er hat den Menschen den Kulturbefehl gegeben: Machet euch die Erde untertan und herrschet über sie!
Gottes Wille und Wort verleiht dem Menschen seine Würde und macht ihn zum Träger unveräußerlicher Menschenrechte.

Matth. 28, 18
Kol. 2, 15
1. Kor. 8, 4
1. Tim. 4, 4f.
1. Kor. 3, 21ff.
1. Mose 2, 15

Jesus Christus ist Herr auch über die gefallene Welt und läßt die an ihn Glaubenden den Sturz ihrer offenbaren und geheimen Götter erkennen.
Durch ihn erhält die Welt ihre Güte als Schöpfung Gottes zurück. Deshalb nehmen Christen ihre Verantwortung für Bestand und Schutz der Schöpfung ernst.

2. Mose 20,
1-17
Röm. 9-11

Die christliche Gemeinde erkennt Gott als den Schöpfer und Erhalter auch der Strukturen der Schöpfung, in denen zu leben wir als Christen berufen sind. Gott schuf den Menschen in seiner Mitmenschlichkeit. In Ehe und Familie, Gesellschaft und Staat gibt er ihm Raum zum gemeinschaftlichen Leben.

5. Gottes alter und neuer Bund

2. Mose 19, 5f.
5. Mose 7, 7f.
Joh. 4, 22
1. Mose 12, 1-3
Röm. 11, 26

Im Glauben an Jesus Christus, den Gott zu seiner Zeit aus Israel hervorgehen ließ, erkennen wir Israel als Gottes auserwähltes Volk. Gott hat seine Schöpfermacht und sein Herr-Sein über alle Völker in der Erwählung und Berufung dieses einen Volkes in einzigartiger Weise erwiesen. Seine Liebe zu allen Völkern führte zum Bund mit diesem besonderen Volk. In ihm wollte Gott alle Völker segnen und es zum Licht der Völker setzen. Die Erwählung und Berufung Israels durch Gott ist auch durch Untreue und Ungehorsam dieses Volkes nicht hinfällig geworden. Darin, daß Gott das Volk der Juden bis in unsere Gegenwart erhalten hat, erblicken wir ein Zeichen der Treue und Barmherzigkeit Gottes. Das Geheimnis dieses Volkes ist und bleibt seine Erwählung und Errettung durch Gott.

2. Kor. 3
Jer. 31, 31-34
Hebr. 8, 6-13
2. Kor. 1, 20
Matth. 28, 19f.

Der neue Bund, in dem Gott seine Herrschaft der Gnade für alle Menschen aufgerichtet hat, löst den alten Bund ab und bringt ihn zugleich zur Erfüllung. Jesus Christus ist der Heiland der Welt, wie er der Messias Israels ist. Deshalb gilt das Heil in Christus den Juden wie den Heiden, denen in Christus werden alle Israel gegebenen Verheißungen in einer Weise und in einem Maße erfüllt, die weit über alle prophetischen Weissagungen des Alten Testaments hinausgehen.
In Christus werden alle Völker einbezogen in Gottes Heil, indem aus ihnen die Gemeinde Jesu Christi als das neue Volk Gottes berufen und gesammelt wird.

6. Gottes Wort - die Bibel

Apg. 4, 12
Röm. 10, 13
Röm. 1, 16f.
1. Kor. 1, 18

Jesus Christus ist Gottes Wort in Person an uns Menschen. In seinem Leben und Werk hat sich Gott zum Heil der Menschen umfassend und vollgültig offenbart. Der auferstandene und erhöhte Christus wird uns gegenwärtig in der Kraft des Heiligen Geistes. Er macht die Verkündigung des Evangeliums, die durch Menschen geschieht, für uns zum Wort Gottes.

1. Joh. 1, 1ff.
Apg. 1, 2 + 8

Im Neuen Testament hören wir die ersten Zeugen von Jesus Christus. In ihrem Zeugnis gründet die christliche Gemeinde. Es kann durch keine nachfolgende christliche Verkündigung und Lehre ergänzt und überboten werden. Die Verfasser des Neuen Testaments haben unter der Leitung des Heiligen Geistes Zeugnis abgelegt von dem in Christus erschienenen Heil Gottes. Darin besteht die Autorität und Normativität des Neuen Testaments für Leben und Lehre der Gemeinde. Es ist das geschriebene Wort Gottes.

2. Mose 20, 1-17
Röm. 10, 4
Apg. 2
Joh. 5, 39

Das Alte Testament bezeugt uns Gottes Geschichte mit seinem Volk Israel und Gottes Willen für alle Menschen. Die christliche Gemeinde versteht es von der Gottesoffenbarung in Christus her und auf sie hin, denn Christus ist des Gesetzes Ziel und Ende. Das Neue Testament bezeugt uns Gottes Heilshandeln in Christus für alle Menschen und die Ausgießung des Heiligen Geistes. Das Evangelium vom gekreuzigten, auferstandenen und kommenden Herrn Jesus Christus ist die Mitte des Neuen Testaments und damit der ganzen Heiligen Schrift.

Hebr. 1, 1
Luk. 1, 2-4
Joh. 20, 31f.
2. Tim. 3, 16f.
2. Petr. 1, 19-21

Die Bibel ist Gottes Wort in Menschenmund. Deshalb tragen ihre Bücher die Kennzeichen der Zeiten, in denen sie entstanden sind. Ihre Sprachen, ihre Denkweisen und ihre literarischen Formen sind den Orten und Zeiten verhaftet, aus denen sie stammen. Deshalb ist der christlichen Gemeinde und ihrer Theologie im Hören auf Gottes Wort auch das geschichtliche Verständnis der Heiligen Schrift aufgetragen. Geschichtliche Deutung der Schrift rechnet mit der Wirksamkeit des Heiligen Geistes, wie bei der Entstehung so auch bei der Auslegung der Heiligen Schritt Alten und Neuen Testaments. Die Bibel lebt, denn Gott redet durch sie.

Teil 2 - Das Leben unter der Gottesherrschaft
II. Die Christen in der Welt

1. Sammlung und Sendung der Gemeinde

Kol. 1, 13f.
Mark. 3, 31-35
Röm. 15, 7
Matth. 6, 12

Gott, der sich in seinem Sohn Jesus Christus offenbart und seine Herrschaft zum Heil der Menschen aufgerichtet hat, beruft die Menschen zu einem Leben unter dieser Herrschaft. Alle, die an Jesus Christus glauben, sind aus dem Machtbereich der Finsternis in das Reich Christi versetzt worden. Christus sammelt sie zu seiner Gemeinde in gemeinsamem Leben, Zeugnis und Dienst. Der Heilige Geist macht sie willig, gemäß der Versöhnung Gottes zu leben. Weil Christus uns zuerst geliebt hat und liebt, gehören wir zur Familie Gottes als Brüder und Schwestern. Wie Christus uns angenommen hat, so nehmen wir uns selbst an und die, die Christus mit uns zum Glauben berufen hat. Wie Christus uns die Sünden vergeben hat und vergibt, so vergeben wir unserem Nächsten.

2. Kor. 5, 19f.
Eph. 1, 3ff.
Joh. 15, 1-8
1. Tim. 2, 1ff.
Joh. 20, 21
Matth. 28,16-20
1. Petr. 2, 9f.

Auf die Versöhnungstat Gottes antwortet die Gemeinde Jesu Christi in Lobpreis und Anbetung. In Beugung vor Gott bekennt sie ihre Schuld und empfängt Vergebung und Vollmacht zu ihrer Sendung. In Evangelisation und Diakonie bezeugt die christliche Gemeinde das Heil Gottes allen Menschen. In Bitte und Fürbitte tritt sie priesterlich ein für alle Menschen und Völker. Wie Gott seinen Sohn in die Welt sandte, so sendet Jesus Christus heute seine Gemeinde in die Welt. Allen Gliedern der Gemeinde Jesu Christi gilt der Auftrag ihres Herrn: "Predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!" (Mk16, 15).

2. Verkündigung und Unterweisung

Mark. 16, 15f.
5. Mose 6, 7-19
5. Mose 6,20-25

Die Sendung der Gemeinde in die Welt findet ihre Zuspitzung in der öffentlichen Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus an alle Menschen und in der biblischen Unterweisung ihrer Glieder und der Kinder.

Matth. 18, 20
Gal. 3, 2
Joh. 20, 22f.
Apg. 4, 31
Röm. 12, 1f.

In den Versammlungen der christlichen Gemeinde richtet Jesus Christus seine Herrschaft auf, indem er seinen Jüngern sein Wort gibt, seine Vergebung zuspricht, seine Liebe zuwendet und ihnen den Heiligen Geist schenkt. Im Gottesdienst verpflichtet Jesus Christus die Seinen zur Nachfolge und zum Gehorsam, zum Glauben und zum Dienst, zur Liebe und zur Hoffnung. Im Gottesdienst ruft Jesus Christus Menschen, die noch keine Christen sind, zur Entscheidung des Glaubens und zur Hingabe ihres Lebens an Gottes Herrschaft.

Eph. 4, 15
Kol. 3, 1ff.
Kol. 3, 20f.

Aufgabe der christlichen Unterweisung ist die Einübung der Gemeindeglieder in den Gehorsam des Glaubens und ihre Zurüstung zu einem verantwortlichen Leben. In ihrem Mittelpunkt stehen das Studium der Bibel und die Übersetzung des Evangeliums für unsere Zeit und Welt.
Die Unterweisung der Kinder und Jugendlichen ist eine besondere Aufgabe der christlichen Gemeinde, die vor ihrem Herrn die Verantwortung dafür trägt, daß die junge Generation zum Glauben an Jesus Christus und zum Leben in seiner Nachfolge ermutigt wird.

3. Glaube und Taufe

Röm. 1, 5. 16f.
1.Thess. 1, 9f
Röm. 10, 9f.
Eph. 4, 1-6

Gott bietet allen, die das Evangelium von Jesus Christus hören, darin seine Gnade an: Jeder, der sich in Buße und Glauben zu Gott hinwendet, empfängt Vergebung seiner Schuld und ewiges Leben. Gott erwartet von jedem die Antwort des Glaubens, zu der er ihn durch seinen Geist befähigt. Wer Christ wird, wendet sich von allem Bösen ab, bekennt fortan Jesus Christus als seinen Herrn und erklärt sich bereit, als Glied der Gemeinde ein verbindliches Leben in der Nachfolge Jesu Christi zu führen.

Mark. 16, 15f.
Apg. 2, 38
Apg 8, 36-38
Hebr. 10, 10. 22
Apg. 22, 16
Matth. 28, 19

Jesus Christus hat seine Gemeinde beauftragt, die an ihn Glaubenden zu taufen. Die Taufe bezeugt die Umkehr des Menschen zu Gott. Deshalb sind nur solche Menschen zu taufen, die aufgrund ihres Glaubens die Taufe für sich selbst begehren. Die Taufe auf das Bekenntnis des Glaubens hin wird nur einmal empfangen. Nach der im Neuen Testament bezeugten Praxis wird der Täufling in Wasser untergetaucht. Die Taufe geschieht auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes: Der Täufling wird so der Herrschaft Gottes unterstellt.

Apg. 10, 47
Kol. 2, 12f.
Gal. 3, 26-28
Röm. 6, 3-11
1. Petr. 3, 21
Eph. 1, 13f.

Durch den Vollzug der Taufe wird dem Täufling bestätigt, was ihm das Evangelium zusagt und wozu er sich vor Gott und Menschen bekennt: Jesus Christus ist auch für mich gestorben und auferstanden. Mein altes Leben unter der Herrschaft der Sünde ist begraben, durch Christus ist mir neues Leben geschenkt. Gott gibt mir Anteil an der Wirkung des Todes Jesu Christi. Er läßt auch die Kraft seiner Auferstehung an mir wirksam werden, schon jetzt durch die Gabe des Heiligen Geistes und einst durch die Auferweckung zum ewigen Leben.

1. Kor. 12, 13
Apg. 2, 41 f.
1. Petr. 4, 10f.

Mit der Taufe läßt sich der glaubende Mensch als Glied am Leib Christi zugleich in die Gemeinschaft einer Ortsgemeinde eingliedern. Dort erkennt er seine geistlichen Gaben und Aufgaben und übt sie zur Ehre Gottes und zum Wohl der Menschen aus, dort erfährt und gewährt er Hilfe und Korrektur.

4. Das Abendmahl

1. Kor.11,23-29
1. Kor. 10, 16f.
Apg. 2, 47

Jesus Christus hat als der Herr seiner Gemeinde das Abendmahl eingesetzt als die Handlung, in der die Seinen sich mit Freuden an seinem Tisch versammeln, um in seinem Namen untereinander Brot und Kelch zu teilen, und als Zeichen dafür, daß er sich selbst seinen Jüngern schenkt.

Luk. 24, 30. 35
Matth. 26, 26-28
Apg. 2, 42

In der Mahlfeier erleben wir die heilbringende Nähe und Gemeinschaft Jesu Christi, indem wir uns an sein Leiden und Sterben für uns erinnern. Erneut erfahren wir unsere Annahme durch den gekreuzigten und auferstandenen Christus. Im Abendmahl erleben wir die Gemeinschaft mit allen Brüdern und Schwestern, die Gott mit uns zum Glauben berufen hat. Wir feiern die Versöhnung mit Gott und die Versöhnung untereinander in Anbetung und mit Danksagung und Fürbitte.

Luk. 22, 16-20

Wir feiern das Mahl des Herrn in der Vorfreude auf die Wiederkunft Jesu Christi und die Vollendung seiner Herrschaft, indem wir des Herrn Tod verkündigen, bis er kommt. Vom Tisch des Herrn lassen wir uns gestärkt und mit Glaubensmut erfüllt senden zu einem Leben mit Christus in Nachfolge, Zeugnis und Dienst.

5. Geistesgaben, Dienste und Ordnungen

1. Kor. 12-14
Röm. 12, 1-8
Eph. 4, 11-16
1. Petr. 2, 5-10

In der Erfahrung der Gnade Gottes werden den Gliedern der Gemeinde Jesu Christi Gnadengaben geschenkt, die der Auferbauung des Leibes Christi dienen. Der Heilige Geist gibt in der Gemeinde insbesondere Gaben der Verkündigung und Lehre, der Liebe und Fürsorge, der Leitung und der aktuellen Weisung. So befähigt der Heilige Geist das Volk Gottes auf seinem Weg durch die Zeiten, seine Sendung zu erfüllen. Es gibt kein unbegabtes Glied am Leib Christi. Alle Geistesgaben sind dazu verliehen, in Frieden und Ordnung, in Zusammenarbeit und gegenseitiger Achtung unser Leben unter Gottes guter Herrschaft zu gestalten. Das allgemeine Priestertum aller Gläubigen ist die der christlichen Gemeinde von ihrem Herrn gegebene Grundstruktur.

1. Tim. 3
Apg. 20, 28
1. Tim. 5, 17-22
1. Tim. 4, 12-16
2. Tim. 2, 2

Die christliche Gemeinde beruft geeignete Männer und Frauen, deren besondere Begabung durch den Heiligen Geist und Berufung durch Gott sie erkennt, in spezielle Dienste und bildet sie dazu aus. Insbesondere ordnet sie die Dienste der Verkündigung, Unterweisung, Seelsorge, Diakonie und Leitung. Geistesgaben und Ämter dienen in gleicher Weise der Sammlung und Sendung der Gemeinde Jesu Christi.

1. Kor. 1, 2
Eph. 4, 3-6
1. Kor. 16, 1-4

Jede Ortsgemeinde versteht sich als Manifestation des einen Leibes Christi und ordnet ihr Leben und ihren Dienst selbst. Untereinander sind die Ortsgemeinden verbunden nicht zuerst durch organisatorische Zusammenschlüsse, sondern durch den einen Herrn und den einen Geist. Die Gemeinden stärken sich aber gegenseitig durch Gemeinschaft im Glauben und Voneinander-Lernen, durch Fürbitte und gegenseitige Hilfe.
Ordnung der Gemeinde und Verfassung des Gemeindebundes, Verwaltung und Finanzwesen, Einrichtungen und Werke sind nicht Selbstzweck, sondern Instrumente der Sendung der Gemeinde in dieser Welt.

6. Seelsorge und Gemeindezucht

Phil. 2, 5ff.
1. Petr. 4, 10f.
Gal. 6, 1
Jak. 5, 19
Röm. 12, 9ff.

Der ganzen Gemeinde ist die Seelsorge an ihren Gliedern anvertraut. Ziel der Seelsorge ist es, alle Glieder der Gemeinde zu einem Leben in der Nachfolge Jesu Christi und in der Hingabe an Gott zu ermuntern und zu befähigen. Zurechtweisung und Tröstung, Sündenbekenntnis und Zuspruch der Vergebung dienen diesem Ziel ebenso wie das Teilhaben an Freuden und Ängsten, Leiden und Versuchungen, Anfechtungen und Notsituationen des Nächsten. Hier gilt: "Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen" (Gal. 6, 2).

Matth. 18, 15
1. Kor. 5, 13
1. Tim. 1, 19f.
1. Kor. 5,5

Ist in einem Gemeindeglied der Glaube an Jesus Christus erloschen und die Liebe zu Gott und dem Nächsten erkaltet und bleiben alle seelsorgerischen Bemühungen, es zu Christus und seiner Gemeinde zurückzuführen, fruchtlos, so wird die Gemeinde seinen Ausschluss aus ihrer Gemeinschaft vollziehen. Bei wissentlicher und willentlicher Verfehlung und Sünde gegen Gottes offenbaren Willen und dem Verharren darin kann die Gemeinde nur noch zu diesem Mittel der Gemeindezucht greifen. Sie wird dies tun in der Beugung darüber, nicht fest genug geglaubt und nicht innig genug geliebt zu haben, und in der Hoffnung, dass das von der Gemeindezucht betroffene Gemeindeglied bei Gott erneut Gnade findet und in die Gemeinschaft der Gemeinde zurückkehrt.

7. Der eine Leib Christi und die getrennten Kirchen

Eph. 4, 3-6
1. Kor. 10, 16f.

Die Gemeinschaft der Gemeinde erfährt der Christ vornehmlich in der örtlichen Versammlung der Glaubenden. In ihr wird die eine Taufe auf das Bekenntnis des Glaubens hin vollzogen und das eine Brot, von dem einen Herrn gestiftet, gebrochen und geteilt. Deshalb versteht sich die Ortsgemeinde als die Manifestation des einen Leibes Jesu Christi, durchdrungen von dem einen Geist und erfüllt mit der einen Hoffnung.

1. Kor. 12, 1-11
Joh. 17, 22f.
Eph. 4, 1-6
Apg. 15
Gal. 2

Der eine Geist schenkt viele Gaben, die sich in den Ortsgemeinden, aber auch in den voneinander getrennten Kirchen in gegenseitig bereichernder Vielfalt auswirken können. Jesus Christus baut seine Gemeinde in den verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften. Doch kann es trotz der Verschiedenheiten und trotz Irrtum und Schuld auf allen Seiten nicht der Wille Gottes sein, daß konfessionelle Schranken die sichtbare Gemeinschaft aller Glaubenden und damit ihr glaubwürdiges Zeugnis vor aller Welt verhindern. Deshalb beten wir mit den Christen der ganzen Erde um Erneuerung aller Gemeinden und Kirchen, daß mehr gegenseitige Anerkennung möglich werde und Gott uns zu der Einheit führe, die er will. Schon heute ist es nicht nur Aufgabe einzelner Christen aus verschiedenen Kirchen, sondern dieser Kirchen selbst, aus der Trennung heraus mögliche Schritte aufeinander hin zu tun, vorhandene Vorurteile abzubauen und Einwände gewissenhaft zu formulieren und zu vertreten, voneinander zu lernen, füreinander zu beten und gemeinsam Christus zu verherrlichen in Zeugnis und Dienst.

Teil 3 - Die Vollendung der Gottesherrschaft

1. Die Zukunft des gekommenen Christus

Apg. 1, 11
1.Thess 4, 13-18
Apg. 1, 7
Offb. 18, 21-24
Offb. 21, 4

Jesus Christus, der gekreuzigte und von den Toten auferstandene und zur Rechten Gottes erhöhte Herr seiner Gemeinde und seiner Welt, wird an dem Tag, den allein Gott bestimmt, in Herrlichkeit als der Vollender des Reiches Gottes und als der Richter aller Menschen erscheinen. Der wiederkommende Christus ist die Zukunft unserer Welt und zugleich die unüberschreitbare Grenze ihres menschenmöglichen Fortschritts wie auch das Ende der Geschichte menschlichen Scheiterns.

Matth. 5, 8
1. Joh. 3, 2
Off. 20,11-21,8

Die Erscheinung Jesu Christi in Herrlichkeit wird den Glauben und den Unglauben der Menschen in Schauen verwandeln. Derselbe Herr, der schon heute über Gemeinde und Welt herrscht, wird seine verborgene Herrschaft vor allen Menschen sichtbar machen. Die Wiederkunft Christi wird der Zeit der Verkündigung des Evangeliums ein Ende setzen. Der letzte Tag unserer Weltzeit wird zugleich der erste Tag der neuen Schöpfung Gottes sein.

1. Kor. 15, 20
Röm. 8, 11
Joh. 14, 19
Röm. 8, 38.39

Angesichts dieser Hoffnung bekennen wir als christliche Gemeinde um so gewisser, daß uns schon jetzt das ewige Leben zugesagt ist, und daß derselbe Geist, der heute neues Leben schafft, unseren sterblichen Leib verwandeln wird. Wir bekennen, daß keine Todesmacht uns von der Liebe Gottes zu trennen vermag, und daß der Sterbende in die bergenden Hände des Gottes fällt, der unsern Herrn Jesus Christus auferweckt hat.

Matth. 6, 12
1. Joh. 1, 8
Offb. 20, 14 Offb. 21, 4
1. Kor. 15, 56
Röm. 8, 19-23

Die Wiederkunft Jesu Christi wird den Sturz aller widergöttlichen Gewalten herbeiführen und die heute noch glaubende und wartende, leidende und versagende christliche Gemeinde aus aller Anfechtung und Versuchung in die Vollendung der Gottesherrschaft führen. Die Vernichtung des Bösen und des Todes wird das Ziel Gottes mit seiner gefallenen Schöpfung vor aller Augen enthüllen: die endgültige Erlösung des Volkes Gottes und die Heimholung der Schöpfung in den Frieden Gottes.

1. Kor. 15, 58
1. Thess. 1, 9f.

Angesichts dieser Hoffnung bekennt die christliche Gemeinde ihren Herrn als die Zukunft der Welt. In der Kraft dieser Hoffnung wirkt sie hin auf die Erneuerung der Menschen durch die Gnade Gottes, die im Evangelium verkündigt wird, und durch den Glauben, der in der Liebe tätig ist.

2. Das Gericht des kommenden Christus

Röm. 2, 16
Apg. 10, 42

Mit dem Erscheinen Jesu Christi erwarten wir die Auferstehung der Toten als den endgültigen Erweis der Schöpfer- und Erlösermacht Gottes. Die Auferstehung der Toten bedeutet aber auch, daß wir vor das Angesicht unseres Richters gestellt werden, "damit jeder seinen Lohn empfängt für das, was er bei Lebzeiten getan hat, es sei gut oder böse" (2. Kor. 5, 10).

Matth. 10, 32f.
Matth. 18, 18
Matth. 25, 45f.
Luk. 14, 16-24
Joh. 3, 36

Als der Richter bekräftigt Christus das Evangelium. Er deckt auf, ob die Werke der Menschen aus Gott oder aus eigener Kraft getan wurden. Der Glaube, der auf das Evangelium geantwortet hat, wird von Christus anerkannt. Was jetzt in der Vollmacht des auferstandenen Christus und des Heiligen Geistes geschieht, aller Zuspruch der Vergebung wie auch alles Binden und Behalten der Sünden, wird dann von Christus als dem Richter öffentlich bestätigt werden. Alle selbstgeschaffene Gerechtigkeit und alle eigenmächtige Trennung des Menschen von Gott werden im Gericht an den Tag kommen, aus der neuen Schöpfung ausschließen und in die Geschiedenheit von Gott enden. Gott achtet die Freiheit seines Geschöpfes, indem er den Unglauben bei seiner selbstgewählten Wirklichkeit behaftet. Wer Gottes Liebe verwirft, den wird Gott verwerfen.
Wir preisen die Liebe des in seiner Gnade und Barmherzigkeit freien Gottes, dessen Wille nicht der Tod, sondern die Bekehrung des Sünders ist, dessen Ziel die Erlösung und nicht die Verwerfung des Menschen ist, dessen Absicht nicht das Unheil, sondern das Heil der Welt ist.

3. Gottes neue Welt

Offb. 21, 1-5
Joh. 17,24
Offb. 22, 3-5

Gottes Ziel mit Welt und Menschheit ist ewiges Leben in einer neuen Schöpfung. Gottes Wille richtet sich auf den neuen Menschen, der endgültig zu seiner Bestimmung gelangen wird, aus Gott und für Gott zu leben, und auf das neue Volk Gottes, das endgültig zum wahren Gottesdienst befreit werden wird. Gott will in Ewigkeit ihr Gott sein, und sie sollen in Ewigkeit sein Volk sein.

Offb. 22, 1-2
Offb. 21, 9-27
Joh. 14, 2
Luk. 22, 16 ff.
1. Kor 15, 42-49
1. Kor. 15, 28

So gewiß der christlichen Gemeinde diese Zukunft verheißen ist, so wenig ist sie imstande, die Vision des neuen Himmels und der neuen Erde angemessen zu erfassen und zur Sprache zu bringen. Sie nimmt die biblischen Gleichnisse und Bilder von der paradiesischen Erde, von der himmlischen Stadt, von des Vaters Haus und vom neuen Abendmahl als Zeichen und Unterpfand der verheißenen Herrlichkeit, in der Gottes Herrschaft zur Vollendung kommen wird. Gottes neue Schöpfung wird die Welt auferstandener, verwandelter und verklärter Leiblichkeit sein. In ihr werden Tod und Tränen, Hunger und Leid, Ungerechtigkeit und Sünde, Einsamkeit und Gottverlassenheit nicht mehr sein, sondern in Ewigkeit Freude und Friede, Gerechtigkeit und Glückseligkeit, Anbetung und Schauen Gottes. In der neuen Welt Gottes wird die Kreatur Glück und Erfüllung finden. Die vollkommene Erlösung der Kreatur wird zugleich der endgültige Sieg der Ehre und Herrlichkeit Gottes sein.
Diese "Rechenschaft vom Glauben" wurde als gemeinsames deutschsprachiges Glaubensbekenntnis in den Jahren 1974 - 1977 von einer internationalen Kommission erarbeitet, der Mitglieder aus dem Bund der Baptistengemeinden in Österreich, dem Bund der Baptistengemeinden in der Schweiz, dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in der DDR und dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland angehörten.

Zur Entstehung der "Rechenschaft vom Glauben"
Die "Rechenschaft vom Glauben" wurde vom Bundesrat des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland am 21.5.1977 in Nürnberg und vom Bundesrat des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in der DDR am 3.6.1978 in Berlin-Weißensee entgegengenommen und den Gemeinden zum Gebrauch empfohlen. Die in der vorliegende Ausgabe enthaltene Fassung des Artikels 2 I 3 ("Glaube und Taufe") wurde vom Bundesrat des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland am 26.5.1995 in Bochum anstelle der in den Ausgaben von 1977 bzw. 1978 nicht einheitlichen Fassungen dieses Artikels entgegengenommen und "als Bestandteil der 'Rechenschaft vom Glauben' den Gemeinden zum Gebrauch empfohlen, bis weiterreichende gemeinsame Erkenntnisse gewonnen sind."
Die "Rechenschaft vom Glauben" wurde vom Bundesrat des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland am 21.5.1977 in Nürnberg und vom Bundesrat des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in der DDR am 3.6.1978 in Berlin-Weißensee entgegengenommen und den Gemeinden zum Gebrauch empfohlen. Die in der vorliegende Ausgabe enthaltene Fassung des Artikels 2 I 3 ("Glaube und Taufe") wurde vom Bundesrat des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland am 26.5.1995 in Bochum anstelle der in den Ausgaben von 1977 bzw. 1978 nicht einheitlichen Fassungen dieses Artikels entgegengenommen und "als Bestandteil der 'Rechenschaft vom Glauben' den Gemeinden zum Gebrauch empfohlen, bis weiterreichende gemeinsame Erkenntnisse gewonnen sind."