Eduard Scheve als Förderer der Sonntagsschule.

Eduard Scheve

Kinder sind unsere Zukunft. Sich ihrer „mit allen Leibes- und Seelenkräften“ anzunehmen, schien Eduard Scheve oberste Pflicht. Bereits in jungen Jahren gründete er deshalb in seinem Heimatort Volmarstein (Wetter/Ruhr) eine Sonntagsschule. Was 1854 als improvisierte Veranstaltung begann, entwickelte sich schon bald zu einem strukturierten Unterricht. Er nutzte die Gelegenheit, den Kindern neben der Botschaft des Evangeliums auch die Fähigkeiten des Lesens und Schreibens mit auf den Weg zu geben. Denn Bildung versprach Chancen auf ein besseres Leben. Und das hatten viele seiner Schützlinge bitter nötig.1886 wurde Eduard Scheve zum Sekretär des Freikirchlichen Sonntagsschul-Bundes berufen. Er forderte eine gemeinsame inhaltliche Ausrichtung der Sonntagsschularbeit und trug seine Vorstellungen in die Gemeinden: Kinder müssten in der Sonntagsschule „herzliche Aufnahme, eine liebende Behandlung, treue Freunde und angenehme Unterhaltung finden.“ Statt auf Tadel und Bußpredigten sollten die Verantwortlichen auf Mannigfaltigkeit und Abwechslung setzen. Mit diesen, den Grundsätzen moderner Sozialpädagogik nahe kommenden Ansprüchen hat Eduard Scheve vielen Kindern und der Sache seiner Kirche einen großen Dienst erwiesen.